Beginnen Sie schon am ersten Tag mit der Erziehung des Hundes.



Legen Sie Regeln fest und halten Sie sich ebenso daran wie der Rest der Familie. Geben Sie dem Welpen z.B. nie etwas vom Tisch, lassen Sie ihn von Anfang an nicht ins Bett, u.s.w.



Loben Sie richtiges Verhalten, ignorieren Sie falsches oder sprechen Sie ein unmissverständliches "Pfui!!!" aus, wenn er sich daneben benimmt.



Gewöhnen Sie den Welpen so früh wie möglich an verschiedene Situationen (Autofahren, Stadtbummel, Straßenverkehr, Restaurant, Tierarztbesuche usw.) und fördern Sie auf jeden Fall den Kontakt zu anderen Hunden (z.B. beim Spaziergang oder in der Welpenschule) und fremden Menschen (Besuchern, Fußgängern auf der Strasse usw.)

         

Überfordern Sie den Welpen nicht. Beenden Sie lieber rechtzeitig eine Übung, bevor der Hund sich abwendet, Ihnen die Entscheidung abnimmt und damit Ihren höheren Rang im Rudel missachtet.



Die ersten Eindrücke im neuen Heim erlebt das Hundebaby recht intensiv. Es ist noch verschüchtert, reagiert auf neue Lärmquellen, wie laute Musik, lärmende Kinder oder ihm unbekannte Personen ängstlich. Seien Sie daher besonders aufmerksam und liebevoll zu ihm.

Hundelager:



Jeder Hund braucht einen Platz auf den er sich zurückziehen kann wie z. B. ein Körbchen, was immer am selben Ort stehen sollte. Vermeiden Sie es ihn dort zu stören und untersagen Sie dies auch Ihren Kindern. Auch ein Hund braucht seine Privatsphäre.

Ernährung:



Richtige Ernährung ist gerade für Welpen sehr wichtig.Das Wichtigste in puncto Ernährung ist die Zusammensetzung des Futters. Es muß die richtigen Mengen im abgestimmten Verhältnis an Nährstoffen enthalten: Eiweiß, Fett, Kohlenhydrate, Mineralstoffe und Vitamine. Am besten eignet sich Welpennahrung die es in Fachhandel gibt, denn da ist alles in der richtigen Dosierung drin, was ein heranwachsender Hund braucht.


Ab der achten Woche sollte man etwa drei Portionen täglich füttern. Ab dem 5. Monat wird die Anzahl der Portionen allmählich reduziert, die Portionen selbst jedoch vergrößert. Der erwachsene Vierbeiner erhält dann pro Tag schließlich nur noch eine Hauptmahlzeit und eine Nebenmahlzeit. Das Futter sollte Zimmertemperatur haben und frisches Trinkwasser in einem extra Napf immer bereitstehen und täglich gewechselt werden. Futterumstellungen sehr behutsam durchführen, da Welpen einen empfindlichen Magen haben und leicht Durchfall bekommen können.


Die Nebenmahlzeit kann aus einem Stück Hundekuchen oder einer Handvoll Trockenfutter bestehen.

Da Hunde Gewohnheitstiere sind, gibt man ihnen ihr Futter am besten immer zur gleichen Tageszeit. Nach dem Fressen braucht der Hund Ruhe und genügend Zeit zum Verdauen.

Stubenreinheit:



Ein Welpe hat in den ersten Lebensmonaten – ähnlich wie beim Menschenbaby – Blase und Darm noch nicht richtig unter Kontrolle. Deshalb müssen Sie ihn die erste Zeit viel beobachten. Hat es den Anschein, dass der Kleine muss, bringen Sie ihn sofort raus, damit er sein Geschäft erledigen kann. Ruhig einmal mehr mit ihm rausgehen. Nicht schimpfen, wenn er es nicht geschafft hat über Nacht sauber zu bleiben, die Schimpfe am Morgen versteht er nicht und macht ihn nur unsicher. Lieber ausgiebig loben, wenn er sein Geschäft richtig platziert hat. Da es Hunden widerstrebt ihr Revier zu verunreinigen, wird er es schnell lernen.

Am besten geht es noch mit einem Transportkorb. Da wird der Welpe am Abend rein gesetzt. Am Anfang stellt man den Korb neben das Bett. Da kann man den Welpen mit der Stimme beruhigen. Wird er dann früh wach, muß man ihn aus der Box nehmen und ihn raus tragen ( weil er sofort muß). Hat er früh geweckt, setzt man ihn wieder in seine Box. Wenn man dann aufsteht , muß der Welpe wieder nach draussen gebracht werden. In der zweiten Nacht schläft er meistens schon durch. Seine Box ist sein Schlafhaus , das man nicht beschmutzen darf. Dadurch lernt der Welpe das einhalten. Auch tagsüber kann man so ein Rhytmus machen. Mit dem Welpen spielen, gassi gehen , sich beschäftigen. Geht man aus dem Haus , setzt man den Welpen wieder in seine Schlafbox. Da gibt man ihm ein Kaustängchen rein. So kann der Welpe in der Zeit, die man aus dem Haus ist, nichts in der Wohnung anstellen und er schläft dann in seiner Box. Dann wieder das Gassi gehen, wie am Anfang beschrieben. Bitte nicht falsch verstehen, immer nur für wenige Stunden



Der Welpe macht dauernd etwas kaputt



Sobald der Welpe unbeaufsichtigt ist knabbert er an Schuhen, Möbeln, Teppichen oder anderem. Die Ursache hierfür können Langeweile, mangelnde Beschäftigung, fehlendes Welpenspielzeug oder Angst vor dem Alleinsein sein. Deshalb sollte man sich in der ersten Zeit viel mit ihm beschäftigen, aber ihm nicht das Gefühl vermitteln, dass er der Mittelpunkt ist. Gewöhnen Sie ihn Stück für Stück daran auch mal allein zu bleiben, fangen Sie mit ein paar Minuten an. Lassen Sie ihm Spielzeug zur Beschäftigung da. Vermeiden Sie irgendwie Abschiedsstimmung aufkommen zu lassen und benutzen Sie keine mitleidigen Worte oder „Trost- Leckerchen“, sonst macht er beim nächsten Mal erst recht „Theater“. Tun Sie so als wäre es ganz normal ihn ein wenig allein zu lassen.

An der Leine gehen

Sträubt sich der Welpe beim Anlegen des Halsbandes und bockt an der Leine, muss er sich erst einmal daran gewöhnen. Legen Sie zunächst nur das Halsband an und spielen Sie mit ihm im Haus. Loben Sie ihn für seine Geduld. Hat er sich an das Halsband gewöhnt, wird die Leine angelegt. Die Erfahrung hat uns gezeigt, das ein Welpe sich mit einem Geschirr wohler fühlt. Das Halsband drückt beim Welpen genau auf die Mandeln und daher sträubt er sich viel mehr, diesem Druck zu folgen !

 

In – zunächst nur kurzen – Übungen lernt er, auf Leinenlänge neben Herrchen zu laufen. Dabei sollte er mit einem klaren "Pfui!!!" davon abgehalten werden, an der Leine herumzubeißen. Zieht er an der Leine, bleibt man stehen. Macht er es richtig, wird er belohnt. Dann versteht er bald, dass Herrchen Richtung und Tempo bestimmt. Eine Laufleine eignet sich nicht bei der Ausbildung. Die gibt es erst, wenn er gelernt hat, brav bei Fuß zu gehen.



 

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